Kein Ende in Sicht

Ich habe schon ein bisschen überlegt, was wohl ab Mittwoch aus dem Blog wird, wenn wir wieder zu Hause sind. Nehmen wir euch mit in unseren Alltag?

Nun ja, um nicht lange um den heißen Brei herum zu reden: Wir werden am Mittwoch nicht in Berlin landen. Der Flug wurde storniert.

Da seit gestern hier richtig schönes Wetter ist, weiß ich gerade nicht, ob ich darüber traurig oder froh bin. Vielleicht sind meine Gefühle auch in einer Art Schockstarre.

Gerade heute morgen war Daniel einkaufen und meinte, dass hier das Leben irgendwie doch normal weiter läuft. Menschen auf den Straßen und offene Geschäfte. Das hatte ich mir aus unserer Quarantäne heraus anders vorgestellt. Vielleicht können wir ja doch „ganz normal“ Urlaub machen?

Ich habe heute bei einer anderen Bloggerin folgendes gelesen:

Aber ich weiß eines: Es ist nicht meine Geschichte. Es ist seine Geschichte und er kennt den Ausgang. Und darin kann ich ruhen. Kann in der Abhängigkeit die mein Nichtwissen mir offenbart Frieden finden. Kann in der Schwäche die meine Unsicherheit hervorbringt, seiner Stärke mehr vertrauen. Er hat den Stift nicht beiseite gelegt, ist nicht über der Sache mit dem Virus plötzlich verzweifelt davon gelaufen. Er hat nicht aufgehört zu schreiben. Er schreibt die Geschichte von einer, die immer weniger wusste und immer mehr vertraute. Von einer, die immer weniger Heldin war und immer mehr Tochter. Von einer, die noch nicht wusste welche Rolle sie gerade in dieser Geschichte spielt, aber die den Autoren kennt. 

Und vielleicht kann er dir auch in deiner Geschichte gerade Frieden schenken. Denn das was wir gerade erleben, hatten wohl die allerwenigsten unter uns in ihren kurz- oder langfristige Lebensplanung eingebaut. Also, lass die wenns’ und würde’s – du bist heute hier. Lass die Stürme toben – sie kennen seine Stimme. Lass die Pläne los – er hört nicht auf zu schreiben. Lass die Heldin sterben – du bist gut genug.“

Von Honigdusche.com

Mich haben diese Worte direkt ins Herz getroffen. Ich weiß nicht, ob der nächste Flug auch gestrichen wird. Ich weiß nicht, wann wir wieder in Gießen sein werden. Ich weiß nicht, ob wir besser mit der Bahn oder einem Mietauto nach Gießen fahren sollten. Ich weiß so vieles nicht. Aber ich darf lernen zu vertrauen – genau jetzt in dieser Ungewissheit fordert Gott mich auf alle meine Sorgen auf ihn zu werfen. Den er sorgt für mich. Das will ich mir jeden Tag neu bewusst machen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: